Mit einem kurzen Rückblick auf das ausklingende Gartenjahr und einer Vorschau auf 2009 begrüßte August Forster die Zuhörer zum 12. Kundenabend im Alten Gewächshaus: „Dieser Ort steht symbolisch für die Werte, die uns wichtig sind: Gartenkultur, Tradition, Qualität.“ Der Anspruch, gute gärtnerische Qualität bei Pflanzung, Landschaftsbau und –pflege anzubieten, soll in Zukunft um eine neue Dienstleistung erweitert werden. Ab 2009 gibt es für Forster-Kunden den „Garten-Gesundheits-Check“ – Diagnose, Therapie und Behandlung aus einer Hand. „Unsere Mitarbeiter verfügen über hohe Fachkompetenz und langjährige Erfahrung und wir verstehen uns als Partner von Gartenliebhabern“, so August Forster.
Im Mittelpunkt des 12. Kundenabends stand der Japanische Garten. Auf einer Auslandsreise hatten Petra und August Forster Andreas Hamacher kennen gelernt und für einen Vortrag gewonnen. Der in Deutschland geborene Landschaftsgärtner und Gartenarchitekt lebt und arbeitet seit zehn Jahren in Tokyo. Eigens für den Vortrag im Alten Gewächshaus angereist, entführte er die aufmerksamen Zuhörer in die andere Welt: Mit Fotos von traumhaften Gartenanlagen, Tempeln, Teichen, geharkten Wegen, strahlenden Herbstfarben und außergewöhnlichen Pflanzen übertrug sich die Ruhe und meditative Atmosphäre japanischer Gärten in das Alte Gewächshaus. Das heute noch die japanische Gartenkultur prägende Gartenbuch sei 1000 Jahre alt und empfehle, sich in der Gartengestaltung an der Natur zu orientieren. Das zentrale und sehr alte Gestaltungsprinzip laute „Lebendig einfangen“ und fordert, die natürliche Umgebung in die Gartenanlage einzubeziehen.
Vor allem die Tempelgärten schaffen durch das perfekte Zusammenspiel von Architektur und Gartengestaltung eine Einheit, die von der Reduktion auf das Wesentliche lebt und den Menschen als Betrachter in den Mittelpunkt stellt. Die gestalterische Spannweite ist enorm und reicht von feucht-triefenden „Moosgärten“, in denen Erde, Pflanzen und Steine wie mit einem Flaum verschiedener Moose überzogen sind, bis hin zu den „trockenen Landschaftsgärten“, in denen Steine und Kies die Bühne für wenige ausgesuchte Solitärpflanzen bilden. „Der Reiz japanischer Gärten liegt nicht in der Größe, sondern in der Kleinheit“, so Andreas Hamacher, „der beschränkende Faktor in Japan ist heute der zur Verfügung stehende Platz.“
Auch wenn die wenigsten der Zuhörer zu Hause einen japanischen Garten haben – Andreas Hamacher gelang es mit seinem Vortrag und vielen eindrucksvollen Bildern einen intensiven Einblick in die japanische Gartenkultur und die dahinter stehende Philosophie zu geben. Das zeigte auch die rege Diskussion danach. Das Publikum interessierte sich vor allem dafür, wie der heutige Privatgarten in Japan aussieht. Grüne Globalisierung: Der japanische Garten hat nicht nur Einfluss auf die europäische Gartenkultur, sondern der Einfluss gilt auch umgekehrt. Sushi in Bonn-Auerberg!


